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Alles auf Anfang

Wir setzen den Zeiger auf 0 und fangen nochmal von neu an.

Hier sitze ich nun im Shuttle vom Flughafen in Richtung meiner neuen Bleibe. Der Bus ist voll von Touristen. Er ist so voll, dass das Gepäck der Passagiere auf den ersten zwei Sitzreihen gestaüelt werden musste und trotzdem noch ein Platz fehlte. Meiner... Nun gab es da eine kleine Ecke des Sitzes die  noch frei war und das war dann mein Platz, insofern ich nicht auf dem Boden im Gang sitzen wollte. Na das geht ja gut los war mein Gedanke. Zum Glück gehörte ich zu den ersten die den Bus wieder verlassen mussten und so habe ich nicht lange dort aushalten müssen. Wir sind nun in Miami Beach (South Beach), dem Herzen der Touristengebiete. Ich begebe mich auf die Suche nach meinem neuen zu hause für die kommenden 11 Nächte. Das Wort Suche ist dabei keinesfalls untertrieben, denn zunächsteinmal laufe ich vollkommen darann vorbei. Auch beim zweiten Anlauf bin ich mir nicht 100% sicher ob ich hier richtig bin. Die Hausnummer stimmt, allerdings befindet sich hier ein Restaurant und wenn ich den kleinen Weg folge komme ich an ein paar Türen vorbei aber ohne Hinweis auf mein Hostel.  Ein Glück dass da gerade eine Reinigungskraft vorbei kam und mich fragte ob ich das Hostel suche. Sie zeigte mir den Weg. Eine der unbeschrifteten Türen war der Eingang zum Aufzug und damit zum Hostel. Der Aufzug ist sauber und die Reinigungskraft freundlich. Das stimmt mich schonmal vorsichtig positiv. Im 3. Stock angekommen betrete ich die Rezeption/Küche/Aufenthaltsraum/Esszimmer-Mischung. Das klingt zunächst ziemlich abschreckend ist es aber ganz und gar nicht! Es war alles äusserst sauber und sehr modern. Wiklich schick eingerichtet. Nobel würde ich sagen.

Ich stelle meinen Koffer an die Seite und lerne George kennen. George ist ein sehr ambitionierter Rezeptionist. Nach meinem Check in zeigt er mir die Räumlichkeiten. Ich darf verraten das ich das meiste bereits gesehen habe indem ich den ersten Raum betreten habe. Also ging es ein Stockwerk tiefer. Hier wartet mein Bett auf mich. Besser gesagt, hier warten alle Betten auf mich! Wir betreten einen offenen Schlafsaal. ´20 Etagenbetten mit relativ großen, abschließbaren Schubladen. Ich hatte mich am Flughafen darauf vorbereitet und wusste was mich erwartet, andernfalls wäre ich nun vermutlich umgedreht. Denn das gehobene Ambiente mach nun Platz für eine praktische Massenmenschhaltung. Es sind zwar immernoch sehr gute Betten, bequem, kein Dreck und neuwertig, aber alleine die Tatsache das es 40 in einem Raum sind ist erstaunlich. Irgendwo muss sich der super Preis aber begründen.

Es ging weiter zu den sanitären Anlagen. Ebenfalls sehr sauber und schick gehalten. Allerdings platzsparend gebaut. So kommt es dann, dass ich auf der Toilette meine Beine am besten ausserhalb der Kabine lassen sollte wenn ich sie benutzen möchte. Sobald ich die Kabine dann wieder öffne muss ich aufpassen das gerade niemand am Washbecken vor mir steht, denn sonst würde ich ihm/ihr die Tür in den Rücken hauen. Die Duschen hingegen sind ohne Makel. Schlafraum, Toiletten und Duschen sind gemischt, d.h. werden von beiden Geschlechtern genutzt. Es gibt nicht gerade viele Duschen und Toiletten. Das macht die Sache interessant. So kann es sein das man zu den Hauptzeiten auch mal etwas Wartezeit in Kauf nehmen muss.

Auch wenn es in diesem Hostel ein paar kleine Abstriche gibt muss ich sagen das ich mich hier sehr wohl fühle.

Das Einschlafen ist nicht immer ganz einfach, da dass Licht gegen 1 Uhr Nachts gedimmt wird und es immer viel Bewegung und Unterhaltungen gibt. Eine Schlafmaske und Ohrstöpsel kann man allerdings an der Rezeption bekommen

Nur gegen Nachbar im Etagenbett ist kein Kraut gewachsen, wenn dieser sein Bett alle 15 Minuten verlässt um zur Toilette zu gehen... Es handelt sich hier um ein Jugendhostel. Da darf man diese Dinge aber vorher erwarten und ich bin solche Dinge noch von früher gewohnt. Mein Zwillingsbruder und ich habe uns lange Zeit ein Etagenbett geteilt und so bin ich geübt darin dort zu schlafen. Danke fürs Training Jens :-)

Der nächste Morgen beinhaltet immer ein Frühstück, bestehend aus Toastbrot und Konfitüre. Es gibt auch Müsli und Obst und natürlich Kaffe und Tee. Sehr überschaubar, aber ich bin nicht wählerisch und finde es für den Preis den ich für diese Top Lage bezahle wirklich gut.

Jeden Abend von 18 - 19 Uhr gibt es Cocktails umsonst. Der Haken? Ich muss zu einer bestimmten Bar laufen und der Barkeeper hätte gerne Trinkgeld. Also doch nicht ganz umsonst, aber sehr sehr günstig. Gute Sache bevor es ins Nachtleben geht.

Was dieses Hostel sonst noch sehr aussergewöhnlich macht ist der Pool auf der Dachterasse. Wieder sehr nobel und schick angelegt. Wann kann man sowas schonmal in einem Hostel finden? Nicht oft.  Ja, hier lässt es sich aushalten.

Dazu kommt eben die super Lage. Es ist nur einen Block vom Strand entfernt, was 2 Minuten zu Fuß bedeutet und Einkaufsmöglichkeiten gibt es ohne Ende. Miami Beach ist eine Touristentraum. Neben dem berühmten Strand mit dem blauen und sehr sehr warmen Ozean gibt es Restaurants, Bars, Diskos, Museen, Denkmäler und und und  alles in der näheren Umgebung. Dafür kann man den Bus auf der INsel nehmen  und für 25 amerikanische Cents fahren oder sich eines der unzähligen Fortbewegungsmittel wie z.B. Segways, Fahrräder, Roller, Skateboards (alles meistens elektrisch)... leihen.

Wer keine Lust mehr hat sich hier aufzuhalten ist in 15 Minuten mit dem Bus für 3 Dollar in Miami Downtown. Dort sind die Möglichkeiten noch größer. Allerdings verliert Miami, meiner Meinung nach, hier seinen Charme. Es wird schnell dreckiger und kommt einem krimineller vor. Ich habe mich lieber in South Beach aufgehalten und am Strand meinen Sonnenbrand ausgebaut. 

In Miami Downtown habe ich von George den Tipp bekommen einem amerikanischen Hobby zu fröhnen. Dem Schiessen.

Ich bin kein Freund von Feuerwaffen und wollte im Grunde schon dankend ablehnen da mir die Erfahrungen vom Rummelplatz reichen wo ich mit dem Gewehr kleine Ziele abschiesse. George sagte mir dann weiter, dass dies keine Handfeuerwaffen sein. Er sprach von vollautomatischen Maschinengewehren und Schnellschusswaffen.

Er selber ist dort schon gewesen uns möchte mir das nicht vorenthalten. Mein INteresse ist geweckt, da ich so eine Möglichkeit nicht oft bekomme. Alles was ich brauche ist mein Ausweis, eine gedeckte Kreditkarte und schon bekomme ich 3 der gefährlichsten Schusswaffen in die Hand gedrückt und darf auf eine Zeilscheibe feuern. Ein kurzes Training von 5 Minuten reicht um mich 'auszubilden' und wie einer der großen Actionschauspieler zu fühlen.

25 Rounds :: IMI Uzi
25 Rounds :: Colt M4 Commando
25 Rounds :: Glock 18 Submachine Gun

Der Spaß ist recht kostspielig für vllt 10 Minuten schiessen. Nach dieser Erfahrung bin ich immer noch kein Freund von Feuerwaffen, aber es heißt doch man soll alles mal versucht haben und solange ich nur auf Papier schieße kann das sogar wirklich Spaß machen. Auf jedenfall ein Erlebnis.

Aber ich schweife ab:

Das Hostel bat mir unzählige Gesprächspartner. Jeden Tag lernt man neue Menschen kennen. Das bedeutet aber auch das man jeden Tag seine Geschicten aufs neue erzählen darf. Die Fragen nachdem 'Wo kommst du her?' oder 'Was machst du für deinen Lebensunterhalt?' sind bei den UNterhaltungen meist die selben und das die meisten Leute nicht solange bleiben wie ich durfte ich mich dementsprechend oft neu vorstellen. Das wurde auf Dauer etwas nervig aber tat meiner Stimmung keinen Abbruch. Ich bin froh hier her gekommen zu sein. Es fühlt sich einfach richtig an.

Neben dem Baden am Strand und den UNterhaltungen im Hostel habe ich mir natürlich die Gegend genauer angesehen und ein paar Ausflüge unternommen.

So bin ich zum Beispiel in den Everglades gewesen. Dem Regierungsshutdown wieder mal knapp entkommen konnte ich auf der 'Gator Farm' eine Bootstour durch den Sumpf machen, eine Alligatorenshow sehen und natürliche frei lebende Tiere sehen. Diese Boote mit den großen Propellern hinten dran sind übrigens schneller als ich dachte. In den Kurven war ich teils schon besorgt nicht ins Wasser geschleudert zu werden und von den Bewohnern dort verspeist zu werden. Natürlich war diese Sorge quatsch, aber Boote haben schon ganz schön Power. Teils wurde das Wasser so hoch aufgewirbelt das man dieses Sumpfwasser Tröpfchenweise ins Gesicht bekam. Wenn man dabei lacht kann ich euch sagen das es sehr abgestanden schmeckt... Wie auch immer. Auf der Farm wurden sogar Mahlzeiten mit Krokofleisch angeboten, aber dafür war leider nicht genug Zeit. Das Personal dort hat sich wirklich viel Mühe mit uns Touris gegeben. Obwohl sie tagtäglich hunderte sehen hatte ich das Gefühl ich bin nicht nur ein zahlender Gast. Das gilt im übrigen für den ganzen Miami Beach Bereich!  Sehr freundliche Leute. Zum Schluss durfte ich einen Alligator auf den Arm nehmen und ein Foto machen lassen. Ja, ich denke ich empfehle das weiter :-)

 

Ein weiterer Ausflug ging auf die Florida Keys. Eine Inselgruppe südlich von Miami. Key West ist mein Ziel. Dort bin ich am südlichsten Punkt der USA und nur noch 90 Meilen von Kuba entfernt. Eine 7 Meilen lange Brücke führt dorthin und 4 Stunden dauerte die Fahrt pro Weg von Miami bis nach Key West.

Lasst euch sagen... dort ist man dem Himmel verdammt nah! 

Traumhafte Strände und wer will kann einsame Ruhe wie Partymöglichkeiten gleichermaßen dort finden. Alles hat so einen besonderen Flair. Die Menschen sind super freundlich und man fühlt sich einfach gut aufgehoben egal in welche Seitenstraße man gerade abbiegt. Key West ist nicht riesig. Man kann es zu Fuß umlaufen. Allerdngs entscheide ich mich trotzdem für eine Rundfahrt mit einem der Trolleyzüge. Das bewährte Hop on und Hop off System macht es sehr einfach mal eben irgendwo anzuhalten und sich genauer umzusehen um dann 20 Minuten später wieder in einen zweiten Zug einzusteigen. Natürlich kann man hier schnorcheln, mit Delfinen schwimmen und Schnellboot fahren und alles was einem sonst noch in den Sinn kommt. Der Tourismus funktioniert hier prima und wird super integriert.

Das ist eine Erinnerung die ich mir für schlechte Zeiten aufheben werde. Dieser Ort baut mich garantiert wieder auf wenn die Wolken mal grau sein sollten in Deutschland. Paradise on Earth.

 In South Beach habe ich mir für 30 Minuten einen Jetski geliehen und bin damit hinaus auf den Ozean gefahren. Das ist etwas, das wollte ich schon immer mal machen. Jetski fahren bei leichten Wellen und weit und breit um dich herum ist einfach nur Platz! Ich will herausfinden was dieses Gerät so kann und kitzle den Motor ein bisschen. Es ist ein unbeschreiblich gutes Gefühl so schnell über das Wasser zu rasen. 65 mph sind ca 100 kmh... Man muss sich dabei gut festhalten denn die Wellen lassen den Jetski springen und teils hart aufschlagen. Ich habe mich selten so frei gefühlt.

Ich schreie so gut wie nie, aber hier draussen hört mich eh keiner. Was für ein Spaß!

30 Minuten sind nicht viel aber mein Adrenalinspiegel muss ja auch irgendwann wieder runter und es ist auch ziemlich anstregend sich in die Kurven zu werfen und mit den Wellen zu springen. So bin ich Feuer und Flamme zurück zum Strand gerast als ich mich ausgetobt hatte. Mit breitem Grinsen im Gesicht ging es zurück zum Hostel um das Salzwasser abzuduschen.

Den letzten Tag habe ich mir Miami Ink angeschaut und bin mit zwei Freundinnen aus dem Hostel durch die Einkaufsstraßen gebummelt bevor wir uns Abends zunächst am Strand und dann am Pool entspannt haben.

Das war der perfekte Mix aus Spannung und Entspannung.

Miami Teil 2 war definitv ein gelungenes Erlebnis! Es ist schon erstaunlich wie schnell die Zeit im Urlaub verfliegen kann. Eh ich mich evrsehe sitze ich schon wieder im Flieger nach New York lasse traumhafte Temperaturen von 30 Grad an JEDEM Tag zurück und tausche den Strand gegen das Büro.

 Hier findet ihr noch ein bisschen was für die Augen:

https://www.dropbox.com/photos/c/59aaLdYTmMVcIs2

31.10.13 00:18

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Andreas Glandorf (31.10.13 08:00)
Moinsen Mike, wie immer: Wir brauchen mehr Details (Bilder). Und..... Wo sind die Baywatch Babes???
Nach all den coolen Sachen hoffe ich, du langweilst dich sehr im NY-Büro .
Ein Detail das mir beim lesen deines Blogs gerade aufgefallen ist: Du hast einen Zwilingsbruder???

gruss,
Andreas

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