Letztes Feedback

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

Thanksgiving und schwarzer Freitag

Manchmal tut dir das Leben einen Gefallen.

Diese Woche hat es das in Form eines langen Wochenendes getan.

Am Donnerstag wurde in den USA Thanksgiving gefeiert. Nationaler Feiertag und die Gelegenheit mit der Familie einen Festtags-Truthahn im November zu genießen. Da meine Familie gerade nicht erreichbar ist überlege ich mir etwas anderes für diesen Tag. Zunächsteinmal beginnt diese Idee mit einem Weckerklingeln. Ich stehe mal wieder früh auf an einem freien Tag... Wieso mache ich das eigentlich jedesmal? Ohja, stimmt, ich will ja etwas erleben.

Das bedeutet, wie so oft, eine Stunde Zug fahren. Es geht wieder in das neue York. Es ist ein klater Tag. Die Sonne scheint zwar, aber nicht stark genug um dieses Fleckchen Erde warm zu bekommen. Meine Füße bringen mich am Time Square vorbei und schließlich zu einer Menschengefüllten Straße. Mein Arbeitskollege begleitet mich und das es hier bald etwas zu sehen gibt ist keine Frage. Es ist schwer einen wirklich guten Platz zu bekommen. Ich habe gelesen das viele Leute für dieses Event schon um 6 Uhr morgens in die Stadt kommen und 3 Stunden in der Kälte warten. Ein Ritual für viele. Ich habe 20 Minuten Zeit um mich etwas nach vorne zu mogeln. Durch meine Erfahrungen auf vielen Konzerten bin ich das schon gewohnt. Schließlich geht es los. Eine große Parade setzt sich in Gang und passiert die Straße direkt vor mehreren tausend Nasen. Die nächsten 1.5 Stunden sind mit diesem Spektakel belegt. Vor meinen Augen bewegt sich die Macy Parade.

Ihr habt bestimmt im Fernsehen schon viel davon gesehen. Riesen große Heliumballons in Form von berühmten Gestalten werden von stolzen Amerikanern duch die Straßen spatzieren geführt. Der Wind weht kräftig. Teils ist den Menschen unter den Ballons die Anstrengung anzusehen. Alle Menschen um mich herum trotzen dem kalten Wind und halten sich gegenseitig bei guter Laune. Neben den Ballons gibt es viele Marschkapellen und Akteure in ausgefallenen Kostümen. Es fahren Wagen mit Livemusik an uns vorbei und sogar der Cirque du Soleil hat einen Wagen auf dem sie live performen. Ich bin froh diese Parade gesehen zu haben. Denn den Abend vorher war es noch gar nicht so sicher ob sie in dieser Form statt findet. Der Wind hätte uns fast einen Strich durch die Rechnung gemacht... und mal ehrlich. Was wäre die Parade ohne die berühmten Ballons?

Ich bin sicher ihr möchtet sehen wovon ich spreche. Bitte sehr:

 https://www.dropbox.com/photos/c/3VpJCFAfKfF4HNc

 

Der Tag nach Thanksgiving ist der Black Friday. Black Friday ist DER Tag zum einkaufen. Einzelhändler spielen verrückt und geben große Rabattaktionen frei. Dazu kommen wilde Öffnungszeiten bis tief in die Nacht. Ich konnte mich hier nie über Preise und Öffnungszeiten beschweren, aber dieser Tag stellt alles in den Schatten!

Ich muss dafür nichtmal nach NYC fahren um Menschen an Wühltischen nach den letzten verbleibenden Schnäppchen suchen zu sehen. Viele Dinge sind wirklich erstaunlich günstig, aber auch schnell vergriffen. Ich gebe zu, ohne Schlachtplan hat man hier verloren. Man muss vorher schon genau wissen wo man was kaufen möchte. Es steckt wohl bei einigen echte Planung hinter diesem Tag. Ein riesen Marketingerfolg und für mich? Ein riesen Stress. Lange Schlangen an den Kassen. Parkplätze am Ende des Parkplatzbereiches. Enttäuschung über 'leere' Regale. Das nächste mal gerne wieder - aber bitte mit Plan

 

Heute habe ich mich dann auf das Empire State Building gewagt.

86. Stockwerk über den Dächern der Stadt. Leider gab es enorme Wartezeiten... aber hier ein paar Bilder von der Aussicht, die das Warten wieder gut macht:

https://www.dropbox.com/photos/c/6mgsxaDfrRBbbdQ

Ich bin selten so froh über einen Fahrstuhl gewesen! :-D

 

1.12.13 03:01, kommentieren

Besuch ein amerikanisches Sportevent haben sie gesagt...

Hallo an alle da draussen!

Hier meldet sich wieder euer Auslandsberichterstatter aus dem kalten New York.

Heute ist Dienstag, was bedeutet das morgen vor zwei Tagen Montag war. Und genau davon schreibe ich jetzt. Besuch ein amerikanisches Sportevent haben sie gesagt... seit dem ich hier bin heißt es 'Besuch ein amerikanisches Sportevent'. Meine Kollegen empfehlen mir des öfteren american Football, nur leider verstehe ich die Regeln nicht. Ich dachte mir es wäre blöd Geld für ein Ticket auszugeben dessen Spiel ich nicht ganz verstehe. Also war Baseball auch keine Option. Was bleibt? Basketball und Eishockey? Hmpf... Fußball  wird hier nicht gespielt und irgendwie gefiel mir der Gedanke nicht.

Eines schönen Morgens habe ich im Radio dann den idealen Vorschlag bekommen. Am 25. November ist WWE Raw Wrestling. :-D Früher habe ich mir das gerne mit meinem Bruder und Freunden angeschaut und auf der Konsole gespielt. Das Interesse ging dann mit der Zeit verloren, allerdings ist das wieder entfacht nachdem ich von diesem Event gehört habe. Ausserdem verstehe ich die Reglen und kenne noch einige 'Stars' von damals. Die Gelegenheit hat einfach gepasst. Im Grunde die perfekte Veranstaltung. Mein Sportevent ist gefunden. Das beste ist, das Nassau Coliseum ist nur 25 Minuten vom Apartment entfernt.

Nun wird der Platz ausgesucht und das Ticket online bestellt. Mein Montag soll also interessant werden. Und das wird er auch. Ich fahre 50 Minuten vorher los. Ich denke mir es ist besser etwas eher dort zu sein. Pustekuchen. Wahnsinn wie viele Autos dort hinfahren. Die letzten 3 Meilen war Stop & Go angesagt. Zu allem Überfluss hat mich das Navi zum Haupteingang geschickt... Im Grunde gut, nur leider zahlt man dort 25 Dollar für sein Parkticket und das sieht der Schotte in mir nicht ein. Also muss ich nochmal rausfahren, eine kleine Schleife fahren und einen zweiten Eingang nehmen wo die Parkplätze mit 8 Dollar am günstigsten sind. Nun gut, damit kann ich leben. Der Weg vom Parkplatz ist übrigens nur unwesentlich weiter. 

Es gab natürlich eine Durchsuchung am Eingang. Metaldetektor und Taschenkontrolle. Danach suche ich meinen Sitzplatz. Endlich gefunden bin ich perfekt zeitig angekommen um den Anfang der Show noch mitzubekommen.

Im Grunde hatte ich nur bedenken wegen meinen Sitznachbarn.... was werden das für Menschen sein? Es gibt im Grunde nur zwei Typen. Die vernünftigen (meist Familien) und die Verrückten (meist angetrunkende, schreiende und Plakathochaltenden Fans). Zu meiner linken und hinter mir habe ich zum Glück keine Nachbarn - Glück gehabt. Vor mir saß eine kleine Familie ohne Schild (ideal) und zu meiner rechten habe ich Fans gehabt... Ich muss aber sagen, dass diese Fans nur ab und zu ausgerastet sind. So habe ich alle Typen in meiner Nähe gehabt. Das hat meinem Spaß für den Sport mehr angespornt als genervt. Also ich bin rundum zufrieden.

Ich bin überrascht wie viele Leute hier sind. Das Stadium scheint restlos ausverkauft. Bis in den letzten Ecken keine leeren Stühle zu sehen. Ich erspare euch die Details über die Show, aber es hat sich schon gelohnt. Einen Montagabend kann man damit gut verbringen. Nichts was ich in Deutschland vermissen werde, aber eine nette Erinnerung.

Nach der Show beginnt ein neuer Kampf. Der Kampf um den Ausgang. Wie bei jedem Großevent ist es hier nicht anders. Es dauert mindestens doppelt so lange das Gelände zu verlassen wie es dauert das Gelände zu betreten. So kommt das Stop & Go-Gefühl vom Anfang wieder. Gegen Mitternacht bin ich dann wieder im Apartment und kann mich freuen einen weiteren Punkt auf meiner Liste abhaken zu können.

https://www.dropbox.com/photos/c/IgbjH0oGDNAzV3N

Ihr werdet vermutlich zum Wochenende wieder von mir hören/lesen.

Bis dahin.

27.11.13 04:01, kommentieren

Inselurlaub in der Großstadt

Guten Mittag und Abend!

 

Es ist schon wieder Sonntag. Für mich heißt das ein neuer Blogeintrag ist fällig.

Heute möchte ich euch von meinem Inselurlaub in der Großstadt erzählen. Natürlich spreche ich von New York City.  Der Samstag startet für mich um 9 Uhr morgens, denn ich möchte den 10 Uhr Zug in die Stadt nehmen. Mein Arbeitskollege fährt zeitig los, da er einen Parkplatz für sein Auto wählt für den er nichts zahlen muss, dafür aber 10 Minuten laufen muss. Ich bin ja schon ein wenig länger hier in Amerika und habe mich etwas mehr angepasst. Deshalb entscheide ich mich für den Parkplatz direkt vor dem Bahnhof. Für 12 Stunden zahle ich 4 Dollar und muss mich dafür möglichst wenig bewegen. Der amerikanische Traum So kommt es das ich das Apartment später verlassen kann. Mein Kollege und ich wollen uns dann am Gleis treffen. Womit ich nicht gerechnet habe ist das zwei Autos einen kleinen Unfall bauen und ich dadurch wertvolle Zeit verliere. Bis ich meinen Wagen geparkt, die Tickets gezogen und das Gleis erreicht  habe ist es 10 Uhr. Der Zug fährt vor meiner Nase weg. Bucstäblich in der letzten Sekunde sehe ich wie der Zug sich in Bewegung setzt und sich die Türen nicht mehr öffnen lassen. Später erfahre ich, das mein Kollege mich noch aus dem Zug hat ankommen sehen. Wie auch immer. Ich muss also 30 Minuten auf den nächsten Zug warten. Ich bin nicht der einzige. Es waren noch 3 andere Leute mit meinem Schicksal auf dem Gleis. Ich habe also gute Unterhaltungen bis der nächste Zug ankommt. Der nächste Zug braucht zu allem Überfluss noch 15 Minuten länger als der erste. Da ich einen fixen Termin habe muss ich mich nun etwas beeilen nachdem ich die Penn Station erreicht habe.

Ich habe ein Ticket im Vorfeld (fast 3 Monate vorher) im Internet bestellt. Dieses Ticket muss ich nun, laut meiner Bestätigungse-mail, im Battery Park abholen. Leider ist dass die einzige Info. Meine Aufgabe ist nun von der Penn Station mit der Metro möglichst dicht an den Battery Park heran zu fahren und von da aus dann zu Fuß meinen Ticketschalter zu finden. Mit der Verspätung baut sich ein gewisser Zeitdruck auf. Es ist sonnig, aber kalt. Ich bin allerdings die ganze Zeit in Bewegung und deswegen macht mir die Kälte nicht viel aus. Es ist wichtig sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und zu früh aufzugeben. Ich sage mir 'Das schaffst du noch!' und suche weiter. Kurze Zeit später finde ich Schilder die mir den Weg weisen. Nun geht es nur noch darum eine abehbare Strecke in möglichst kurzer Zeit abzulaufen. 'Das kann ich.' Ich hänge mich hinter einen Jogger und nutze seinen Windschatten.

Der Ticketschalter ist bald gefunden und ich halte meine Eintrittskarte in der Hand. Von nun an kann ich es ruhiger angehen lassen. Ich reihe mich in einer Warteschlange ein. Die Warteschlange für eine Fähre. Nach den Sicherhehitskontrollen (Wie am Flughafen) darf ich auf das Boot. Mein Inselurlaub kann also beginnen. Das Schiff schaukelt stark. Unglaublich viele Menschen sind hier. Es ist schwer eine Zahl in den Raum zu werfen. Aber ich gehe von 500 Leuten aus. Es soll sich später herausstellen, das mein Arbeitskollege auf der selben Fähre ist, auf der auch ich bin. Aber bei den Massen an Menschen ist es einfach sich nicht zu finden. Viele Menschen sitzen auf den Böden und Bänken um dem Schaukeln einhallt zu gebieten. Die wenigen Leute, die sich trauen zu laufen wirken wie betrunkene Personen. Nach ca. 10 Minuten Beobachtung der spielenden Kindern erreiche ich meine Insel.

Hallo Liberty Island! Eine große, freundlich wirkende Französin begrüßt mich. Zu meinem Ticket bekomme ich einen Audio Information Guide und ein persönlicheres Treffen mit der großen Französin. Miss Liberty lädt mich ein einen Blick auf ihre inneren Werte zu werfen. Ich darf mit recht behaupten das sie nicht viel im Kopf hat, denn dort habe ich mich gündlich umgesehen. Um ein Ticket für die Krone zu bekommen muss man früh buchen. Es wird empfohlen ein Ticket ca. 3 Monate vor Besuch zu buchen um eine gewisse Auswahl an Terminen zu bekommen. Zum Glück habe ich das gleich am Anfang meiner Reise getan und kann nun diese Aussicht genießen. Es gibt nicht viel Platz hier drin, woran es aber nicht mangelt sind Treppenstufen. Es geht ständig im Kreis knapp 90 Meter hoch. Oben im Kopf ist Platz für ca. 10 Personen. Meinen Kopf muss ich dabei leicht schräg halten um mich ständig mit meinem Schädel gegen den ihren zu stossen. 2 Angestellte warten oben um ihre Informationen mit uns zu teilen. Ihr werdet nachher Fotos dazu zu sehen bekommen.

Unten im Sockel der Statue befindet sich ein Museum was zu dieser Zeit viel zu voll war um es richtig zu geniessen. Deswegen bin ich dort nicht lange geblieben.

Nach dem Auf- und Abstieg wird es noch Zeit für das ein oder andere Foto von aussen und der Landschaft, bevor es wieder auf die Fähre geht und ich meinem zweiten Stopp entgegen fahre.

Ellies Island. Hier sind damals Millionen(!) von Auswanderern zu Einwanderen gewordern. Die Gebäude sind noch sehr gut erhalten und wenn man sich vorstelllt dass hier früher Menschen eingefahren sind um eine neue Welt zu betreten ist das schon ein gewaltiger Gedanke. Sehr Geschichtsträchtig und irgendwie bewegend. Natürlich merkt man heute nicht mehr so viel davon aufgrund der ganzen Touristen. Aber wer das ausblenden kann merkt dass dieser Ort schon eine Gewisse Aufregung mitsichbringt.

Ich nehme die nächste Fähre zurück zum Festland nach NYC und damit wieder zurück in den Bundestaat New York. Einige von euch werden sich jetzt wundern wo ich denn vorher gewesen bin. Lasst euch sagen, dass die Freiheitsstaute auf Liberty Island und Ellies Island gehört zu New Jersey und nicht New York. Verwundert? War ich auch!

-

Den Rückweg vom Battery Park bin ich dann durch die Wall Street gelaufen. Für alle Börsianer wohl das Mekka schlecht hin. Mich hat dort aber etwas anderes interessiert.  Der Wall Street Bull (Charging Bull) war mein Ziel. Der bronzene Stier ist beinahe so bekannt wie die Freiheitsstatue. Es heißt, wenn man seine Hörner berührt bringt das Glück. Was ich dazu berichten kann ist, das man Glück braucht um seine Hörner zu berühren... Was für eine Traube an Menschen! Ich muss gestehen, dass ich den Bullen nicht sofort gesehen habe, sondern nur die vielen Menschen. Daraufhin bin ich neugierig geworden und habe mir die Sache näher angesehen. Als ich dann erkannt hatte was los war, wollte ich natürlich auch ein Fot von mir mit dem Bullen. Das ist aber leichter gesagt als getan. Ich mag Asiaten genauso gerne wie Europäer oder irgendeine andere Population, aber wenn es um Fotos geht muss man sich ersteinmal behaupten. Gar nicht so leicht hier dazwischen zu kommen.

Ich bat also zwei junge Frauen ein Foto von mir zu machen und nach ein paar Versuchen bin auch ich endlich an der Reihe gewesen. Ich habe bestimmt eine halbe Stunde gebraucht, denn im Gegenzug für mein Foto sollte ich den beiden auch eines machen und das dauerte nocheinmal so lange. Unglaublich!

Die Zeit verfliegt. Eigentlich wollte ich noch ins Empire State Building aber dafür war es nun schon zu spät. Ich werde das einfach beim nächsten Besuch im großen Apfel nachholen.

Jetzt geht es erstmal wieder zurück ins Apartment und ob ihr es nun glaubt oder nicht 10 Minuten nachdem ich im Apartment ankomme, kommt mein Kollege zu Tür hinein. Das bedeutet wir haben uns schon wieder nicht gesehen und das obwohl wir den selben Zug zurück genommen haben. So hatten wir uns im Apartment einiges zu erzählen.

Der Sonntag verspricht uns ein schönes Frühstück. Wir haben uns entschieden auswärts zu frühstücken. IHOP. Eine Restaurantkette in den USA die vorallem für ihr Frühstück bekannt ist. Mir wurde dieses Restaurant nun schon mehreren Leuten empfohlen und heute war es dann soweit das Frühstück auf die Probe zu stellen.

Für alle Kalorienbewussten Leser unter euch... alleine mein Frühstück hatte heute 1300 Kalorien :-D Pfandkuchen mit weisser Schokolade, Sahne, Himbeeren und Sirup. Dazu gab es 2 dicke Scheiben Toast mit Puderzucker und Butter. Weiterhin 2 Streifen Speck, 2 Spiegeleier, 2 Würstchen und Tee.

Auf die Gefahr hin das ich wiederhole, aber ich mag den amerikanischen Traum :-)

 

Da viele von euch sich mehr Bilder wünschen: Bitte sehr.

https://www.dropbox.com/photos/c/rKJR9nJWx3h7EEd

24.11.13 19:38, kommentieren

Wochenend-Ausfluch ;-)

Hallo zusammen,

 

ich glaube wir sind uns einig wenn ich sage: Wochenenden sind etwas feines.

Ich kann in Ruhe ausschlafen und im Anschluss machen was ich möchte. Die Läden haben alle auf und das auch Sonntags. Eher geschlossen wird hier nichts. Ich denke das werde ich vermissen. 

Aber ich schweife ab. Ich möchte euch von meinem Wochenende erzählen.

Mein Freitag war recht ruhig. Ich habe meinen Bruder Abends vom Bahnhof abgeholt und dann haben wir uns mit der Planung des Wochenendes beschäftigt. Der Morgen beginnt entspannt. Ganz ruhig frühstücken und langsam fertig machen für den Tag. Den ersten Tag beginnen wir mit einem kleinen Ausflug zum Strand... zum Strand? Ja... es sind ungefähr 10 Grad und wir fahren zum Strand. Aber die Sonne scheint. Wir haben die Badehosen im Apartment gelassen. Einfach die Seele baumeln lassen. Der Strand ist recht verlassen. Gelegentlich sind Leute zu sehen. Ein paar Fischer und ein paar Familien. Das wars. Das bekannte rauschen der Wellen und das Knirschen des Sandes unter den Schuhen begleiten unsere Suche nach Muscheln als Andenken.

Uns zieht es weiter. Vom Strand geht es nach Deer Park zum Outlet Center. Shoppen. Im Grunde haben wir uns nur umgeschaut und weniger gekauft. Ein spätes Mittagessen war auch noch drin. Im Anschluss ging es dann nach Neu Amsterdam ;-)

Wir bahnen unseren Weg durch die Menschen in Richtung Time Square. Überall blinkt es und der Time Square ist schon weitem zu sehen. Wie die Fliegen. Alles pilgert zum Licht.

Die Stadt ist wieder mal sehr voll.  Der Time Square ist gerade bei Dunkelheit sehr beeindruckend und ein beliebter Treffpunkt. Autos schieben sich lautstark hupend durch den Verkehr. Die Stadt die niemals schläft ist gerade wohl ein bisschen aufgeputscht.

Ein bisschen Schuld trägt Jake. Jake Miller. Ein Star den wir alle nicht kannten, aber schon die Zugfahrt hat uns das Publikum näher gebracht. Aufgewühlte Pre-Teenager mit bemalten Shirts und Liebesbekundungen.

In der Stadt wartet eine Schlange an Leuten auf Einlass. Im Grunde müssen wir das Wort Schlange durch Anakonda ersetzen um klar zu machen WAS da wirklich gewartet hat. Eine riesen Anakonda, schnatternd und euphorisch wartend auf ein Konzert.

Nur weg hier. Wir suchen unser Abendessen. Wolfgangs Steakhouse. Ein Freund eines Freundes meines Bruders hat das empfohlen. Eigentlich kann mein Fastfood-verwöhnter Magen damit nicht viel anfangen. Wir sind alle noch relativ satt vom späten Mittag was uns die Entscheidung einer großen Steakplatte erschwert hat. Es gab Pommes und die Hauseiegen Sauce dazu. Über die Preise wird jetzt höflich geschwiegen, aber es war schon ein verdammt schickes Restaurant.

Der Kellner bringt eine Platte brunzelndes Fleisch an unseren Tisch. Und was für eine! Ich habe, ungelogen, nie so gutes Fleisch gegessen. Ich hätte gerne so viel mehr gegessen. Aber der Gürtel wurde schon geweitet und irgendwann ist nunmal Ende.

Mit vollen Bäuchen schleppen wir uns zum Bahnhof zurück. Dort stellen wir fest, dass unser Zug nicht bis zur Endstation durchfährt. Grund dafür sind Arbeiten auf den Gleisen. Wir werden die letzten 20 Minuten mit dem Bus fahren müssen. Immerhin ein direkt Bus. Unser Gefährt war nur leider hoffnungslos überfüllt. So kam es dann das mein Bruder die Fahrt stehend hinter sich bringen musste und ich mir eine 2er Reihe mit einem freundlichen Päärchen teilen durfte. Die Fahrt über sind wir dann ins Gespräch gekommen und haben noch den ein oder anderen Insider-Tipp bekommen.

Wir sind dennoch alle froh den Bahnhof zeitig zu erreichen. Damit ist unser Samstag Abend als Erfolg zu buchen und es geht relativ zeitig ins Bett. Das Fleisch fordert seinen Tribut.

 

Womit wir zum Sonntag kommen. Ich will mich kurz fassen: Riverhead ist das Schlagwort. Riverhead ist ein Ort Richtung Inselende auf Long Island. 50 Minuten Autofahrt und wir erreichen unser Ziel. Es ist wieder Zeit zum Geld ausgeben. Wir gehen einkaufen im Outlet Center.

Ich erspare euch die Details, aber die Koffer meiner Mitbewohner müssen voll werden. So war es ein langer und teils teurer Tag. Ein richtiger Ausfluch.

 

Für nächstes Wochenende werde ich euch wieder ein paar Bilder mitbringen und ein paar genauere Berichte.

Für heute war es das erstmal.

Bleibt gesund.

 

1 Kommentar 19.11.13 01:53, kommentieren

Besuch von Übersee

Hallo liebes Online-Tagebuch.


Heute war ein toller Tag. Das Wetter ist recht kühl, aber dafür sonnig.

Im Grunde habe ich nicht sonderlich viel neues zu berichten – und ich vermute das ist auch gut so. Denn ich habe das Gefühl dass du gelesen wirst.

Ich frage mich immer, was sind das für Menschen, die anderer Menschen Tagebücher lesen? Ein paar von Ihnen hinterlasse spuren, aber wohl nicht alle.

 

Wie auch immer. Es gibt da ein paar Dinge die ich erzählen möchte.

Ich bin diesen Samstag beim Friseur gewesen. Eigentlich nichts spannendes. Ich erwähne das nur, weil es mein erster Besuch in einem Barber Shop gewesen ist. Man erkennt diese immer prima an der Barbers Pole am EIngang. Diese Rot-Blau-Weisse Säule mit dem Wirbelmuster. Das besondere an diesen Barber Shops ist, dass hier größtenteils Männerfrisuren geschnitten werden. Was heißt das für mich? Keine Wartezeiten!

Oft sind die Friseure Männer. Was heißt das für mich? Kein unnötiges Getratsche! :-D Gegen einen geringen Aufpreis bekommt man hier sogar den Bart getrimmt / rasiert. Hot Towel Shaving.  Eine wirklich gute Arbeit! Die Preise sind sehr sehr günstig, so konnte ich ein schönes Trinkgeld da lassen.

 

Es ist wieder ein Wochenende rum. Heute in einem Monat bin ich schon wieder zurück in Deutschland. Ein komischer Gedanke.
Natürlich freue ich mich darauf. Endlich werde ich meine Familie, Freunde und Bekannten wiedertreffen. Man merkt erst was man hat wenn man es nicht mehr hat.

Mir geht es ausgesprochen gut hier und um nichts in der Welt möchte ich diese Erfahrung hier eintauschen! Ich bin liebend gerne bereit nocheinmal zurückzukommen. Aber manche grauen und kalten Tage lassen einen die Heimat dann doch vermissen. Das fühlt sich richtig an.

 

Ich kann aber ersteinmal aufatmen. Denn ich habe Besuch bekommen. Besuch aus Übersee - aus dem fernen Deutschland. Ja, liebes Tagebuch, ich bin nicht mehr alleine im Apartment. Mein großer, kleiner Bruder Kai ist mich besuchen bekommen.

Zusammen mit 2 Freunden wird er sich New York City und Umgebung genauer ansehen während ich arbeiten bin.

Gestern habe ich sie am Flughafen JFK abgeholt. Das hat wunderbar geklappt. Kein großes Warten und kein langes Gesuche. Danach ging es dann zurück zum Apartment. Ich denke die kommenden 10 Tage werden ganz gut werden. Wir kommen gut zusammen aus. Nachdem die Koffer im Zimmer verschwunden sind und der W-Lan-Schlüssel rumgereicht wurde geht es für ein oder zwei Bier auf das Sofa um der amerikanischen TV-Kultur etwas näher zu kommen. Nachdem alle erstmal angekommen sind wird es Zeit für ein Abendessen. Ich habe mir gedacht ich zeige den dreien das Restaurant indem ich selber schon Essen gewesen bin. Das Post Office in Babylon ist wirklich ein netter Startpunkt. Auf dem Weg dorthin haben wir noch einen kleinen Stop bei einer Bank gemacht um Geld abzuheben. Da wohl keiner von uns Drive Thru Geldautomaten gewohnt ist, fuhr ich auf den Parkplatz und wir stiegen aus um den Automaten zu benutzen. Ich wunderte mich schon wieso der so tief angebracht war, dachte mir aber nichts dabei und habe vermutet das es sich um einen behindertengerechten Automaten handeln müsste. Auf dem zweiten Blick wurde mir dann klar was schief gelaufen war. Egal. Es ist dunkel und kein Mensch ist hier den das stören könnte.

Weiter zum Restaurant. Wir bekamen einen 4 Personentisch in der Nähe des Eingangs. Bei meinem letzten Besuch spielte hier noch eine Liveband. Heute war wohl keine gebucht worden. Das war mir allerdings nur recht, denn es wäre schwer gewesen sich zu unterhalten wenn man so dich neben der Bühne sitzt. Jamie, unsere Kellnerin für den Abend, hat uns gut versorgt. Obwohl es dort ein kleines Geschmacksproblem mit dem amerkanisch-wässrigen Bier gab waren, denke ich, alle gut zufrieden.

Nach dem Essen sind wir alle etwas träge und müde noch zum Bahnhof gefahren um eine kurze Übersicht für die Lage, die Automaten und die Preise zu bekommen. Wir haben uns nicht sonderlich lange dort aufgehalten. Der Wind war ziemlich kalt, das Essen lag noch schwer im Magen und im Grunde wollten wir alle zurück ins Apartment. Dort angekommen haben wir noch schnell das letzte Bett fertig gemacht und damit war der Tag der Anreise geschafft.

Heute morgen haben mich alle drei ziemlich überrascht. Gestern Abend hieß es noch sie wollten ausschlafen und heute morgen sind sie vor mir wach. So kanns gehen. Ich bin mal gespannt heute Abend von ihnen zu hören wie der erste Tag in New York City gelaufen ist.

 

Ich muss jetzt schluss machen, liebes Tagebuch. Bis zum nächsten Mal.

4 Kommentare 11.11.13 20:52, kommentieren